Gasbohrungen vor Borkum

Shownotes

Warum soll ausgerechnet vor der Urlaubsinsel Borkum, unmittelbar beim UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer, nach Gas gebohrt werden? In dieser Folge tauchen DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner und Clara Winkler, DUH-Expertin für Energie und Klimaschutz ein in die politischen und wirtschaftlichen Hintergründe, beleuchten rechtliche Schlupflöcher und zeigen, wie eng Politik und Konzerne kooperieren. Sie diskutieren die Folgen für Klima, Natur und die Menschen vor Ort – und wie sich Widerstand auf der Insel formiert. Und natürlich schaut die DUH nicht nur zu: Welche rechtlichen Mittel wir aktuell ergreifen und wie Sie sich engagieren können, erfahren Sie in dieser Folge "Druck Machen".

Unsere Meeresschutz-Petition: https://mitmachen.duh.de/meeresschutz-petition/?&wc=PC

Fragen und Feedback zum Podcast: podcast@duh.de

++++++

Webseite: https://www.duh.de

Instagram: https://www.instagram.com/umwelthilfe

TikTok: https://www.tiktok.com/@umwelthilfe

Facebook: https://www.facebook.com/umwelthilfe/

BlueSky: https://bluesky.com/umwelthilfe

WhatsApp: https://l.duh.de/whatsappduh

Twitter: x.com/umwelthilfe

Youtube: https://www.youtube.com/c/DeutscheUmwelthilfeDUH

Newsletter abonnieren:  https://www.duh.de/newsletter-abo/?&wc=PC

Unterstützen Sie uns:

🌱 Spenden Sie jetzt für Umweltschutz: https://www.duh.de/spenden/spende/?&wc=PC

🌱 Werden Sie Fördermitglied: https://www.duh.de/foerdermitglied/?&wc=PC

Als gemeinnütziger und politisch unabhängiger Verein machen wir uns seit über 50 Jahren für Natur-, Umwelt- und Verbraucherrechte stark. Wir mobilisieren die Öffentlichkeit und sprechen auch unangenehme Wahrheiten an. Denn Umwelt, Klima und Menschen brauchen eine starke Stimme. Dafür sind wir da!

Wir realisieren Veränderungen: Von der Einführung des Dosenpfands, über unsere historische Klimaklage bis zum Kampf gegen Greenwashing-Kampagnen! Wir wollen, dass Mensch und Natur in Einklang miteinander leben. Saubere Luft, gesunde Ökosysteme und nachhaltige Ressourcennutzung sind für uns keine Träume, sondern die Grundlage einer lebenswerten Zukunft.

Transkript anzeigen

00:00:00: Der Bock um.

00:00:00: ein Bürgermeister hat beispielsweise eben erzählt, Leute werfen uns immer vor dass das hier eine Not in my backyard Position wäre.

00:00:07: Aber unser Backyard ist einfach das Unesco-Weltnaturerbe und das muss ihm geschützt werden.

00:00:12: da muss eben auch kein einziges neues Gasfeld mehr eröffnet werden.

00:00:20: Druck machen.

00:00:21: der Podcast der Deutschen Umwelthilfe.

00:00:23: wir setzen Umwelt Klima und Verbraucherschutz durch für uns alle.

00:00:29: Ich heiße Sie ganz herzlich willkommen zur neuesten Folge unseres Podcasts, Druck machen heute.

00:00:35: Zur Frage Gasbohrungen vor Borkum, was soll das eigentlich?

00:00:39: Warum wird direkt am Weltnatur über am Nationalpark Wattenbeer vor Borekum also einer Insel die ganz viele von uns hier aus dem Urlaub kennen.

00:00:47: Wunderschöne Insel, warum wird es dort nach Gas gebohrt?

00:00:51: Die Gasbohnen vor Borgung haben schon begonnen.

00:00:53: Es sind die einzigen Gasb Bohrungen in der deutschen Nordsee.

00:00:56: Es gibt Pläne sie auszuweiden, also wirklich die Nordsees sozusagen zu industrialisieren zu einem riesengroßen Gasfeld.

00:01:04: Und warum passiert das gerade jetzt?

00:01:06: Deswegen, weil wir im Moment ja eine ganz große Diskussion haben über Versorgung mit Gas.

00:01:12: Also wir kriegen kein Gas aus Russland mehr.

00:01:14: an der Straße von Hormuz ist seitdem der Trump den Iran angegriffen hat es auch die Hölle los und insofern gibt's das Argument Wir sollen eben in Deutschland Gas fördern, in der Nordsee Gas fördern.

00:01:26: Wir finden das aus Sicht des Klimaschutzes aber eben auch das Naturschutz ein Riesenproblem.

00:01:30: Aber um was es genau geht wie das politisch dazu gekommen ist Wie das rechtlich einzuordnen ist, was wir als Deutsche Umwelthilfe tun.

00:01:38: Was auch Sie Hörerinnen und Hörern tun können.

00:01:40: Darüber spreche ich heute mit meiner Kollegin Clara Winkler.

00:01:44: Clara ist Juristin arbeitet seit fast vier Jahren bei uns und beschäftigt sich eben seitdem mit dem Thema Gasbohrungen und eben auch mit dem, was auf der Insel Borkum passiert.

00:01:56: Liebe Clara vielleicht kannst du uns einfach mal kurz erklären, was das Problem um was geht?

00:02:01: Hi Sacha!

00:02:02: Danke für die Einladung.

00:02:03: auf jeden Fall Auf Borkum ist das Problem, dass man, wenn man da erst mal ankommt, einem riesigen Naturparadies gegenübersteht.

00:02:14: Man fährt mit einer Fähre hin zwei Stunden teilweise und dann sieht man dort schon von Weiten die Sandbank auf der die Robben immer sich ausruhen.

00:02:24: Und man sieht diese weiten Strände, Vor der Insel gibt es noch ein relativ großes Steinriff, das ist einzigartig in Deutschland.

00:02:36: Total bunt kann man sich das vorstellen.

00:02:39: und dort möchte jetzt ein niederländischer Konzern nach Gasbohren.

00:02:45: Der hat dort einen Gasfeld.

00:02:47: und nachdem die Niederlande ihr größtes Gasfeld in Groningen schließen mussten, eben weil die Umweltauswirkungen so waren dass sich die Bevölkerung das nicht mehr länger gefallen lassen hat.

00:02:59: fängt dieser Konzern jetzt an, auch in Deutschland nach Gasfeldern zu suchen und hat eben dort ein sogar relativ kleines Gasfeld gefunden.

00:03:07: Aber davon mehrere weshalb das Ganze dann doch so einem relativ großen Projekt wird.

00:03:13: Und dort möchte der Konzert unter deutschen Meeresschutzgebieten nach Gas bohren.

00:03:18: Das Riff wurde dort schon teilweise zerstört für diese Bohrplattform die dort jetzt schon steht und da setzen wir uns natürlich dagegen ein.

00:03:26: Man kann sich das ja eigentlich kaum vorstellen, dass es möglich ist.

00:03:29: Das ist Nationalpark dort und eine der schönsten Ferienlandschaften die Deutschland hat.

00:03:34: Also dass natürlich eine unglaubliche Störung dieser schönen Natur ist sicher auch nicht für den Tourismus gut weil die Menschen waren da ja hin um Natur zu erleben, um Ruhe zu haben und eben nicht um Tankschiffe zu sehen und Plattformen zu sehen.

00:03:46: Die wollen ja nicht Urlaub in der Industrielandschaft machen.

00:03:49: aber wie konnte es denn dazu kommen?

00:03:50: so was muss doch genehmigt werden?

00:03:52: Ist denn sowas möglich?

00:03:53: wir haben doch Naturschutzgesetze Genehmigungsverfahren.

00:03:57: Wie ist es denn dazu gekommen, dass man diese Gasburgung genehmigt hat?

00:04:00: Also das stimmt wir haben ja in Deutschland sogar relativ starkes Naturschutzrecht und wenn man sich die ganzen Gasburgungen anschaut dann ist auch so dass man oft gar nicht irgendwie neue Klimaschutzgesetze braucht beispielsweise sondern wir haben ein Klimaschutzgesetz das eingehalten werden müsste.

00:04:17: wir haben im Umweltrecht was naturschutzgebiete schützt in den Naturschutzgebieten Gasförderung verbietet.

00:04:26: Dann gibt es aber die Möglichkeit, davon Ausnahmen zu schaffen und ein Konzern stellt sich dann hin und sagt wir könnten aber mit diesem Gasprojekt so viel Milliarden Euro Umsatz machen und dieses Interesse von uns als wirtschaftlicher Konzert überwiegt dem Interesse der deutschen Bevölkerung dieses Riff und diesen Naturraum zu erhalten.

00:04:52: Das macht einen Konzern und damit rennt er bei Behörden in Deutschland.

00:04:57: Und auch in den Niederlanden meistens offene Türen ein, diese Behörde muss man sich auch so vorstellen.

00:05:01: das sind Bergbehörden.

00:05:03: da sitzen auch viele Leute die eben Bergbau schon seit vielen Jahren praktizieren dort Erfahrung haben und die dem natürlich zugewandt sind.

00:05:13: In Deutschland gibt es außerdem dass Bundesberg gesetzt was eine Ermöglichungsgesetz ist.

00:05:17: das heißt da wird gar nicht geprüft dürfen wir diese Gasburgen noch machen in Einhaltung mit dem Klimaschutz, sondern wenn man ein Gasfeld findet dann wird meistens auch alles dafür getan dass es ausgefördert werden kann und auch die Genehmigung dafür ausgestellt.

00:05:33: Das ist natürlich ein Riesenproblem und so kam es eben auch dazu das in den Niederlanden der Konzern schon, die Genehmigung erhalten hat für dieses Gasprojekt und dann auch schon angefangen hat Fakten zu schaffen.

00:05:48: Und je mehr Investitionen so ein Konzert dann halt schon im Vorfeld tut, desto mehr Geld können sie dann eben vorweisen, auch den deutschen Behörden was sie da einen wirtschaftlichen Interesse haben.

00:05:59: Das haben Sie genauso gemacht.

00:06:00: Sie haben die Plattform dann schon gebaut obwohl das in Deutschland noch überhaupt gar nicht genehmigt war.

00:06:06: weil die Bohrplattformen nach Deutschland noch nicht genehmigt waren.

00:06:12: Und all das hat dann letztendlich auch dazu geführt, dass eben die deutsche Behörde gesagt hat okay, das wirtschaftliche Interesse an diesem Gas für diesen Konzern überwiegt dem Interesse am Naturschutz?

00:06:26: Ja du hast ja jetzt beschrieben, es geht ja um einen niederländischen Konzert aus Unternehmen Juan Díaz in Unternehmen, was übrigens früher mal dem Niederländern Königshaus gehört hat also Deswegen vielleicht auch politisch gut vernetzt ist nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in Deutschland.

00:06:41: Und man hat ja doch ein bisschen das Gefühl – ich war ja auch ein bisschen an unserer Kampagne dort beteiligt – dass es ein Unternehmen ist, was auch gute Zugänge in die Politik hat.

00:06:51: Hattest du denn das Gefühl im Gespräch jetzt mit den Behörden und der Landesregierung in Niedersachsen, die das ja auch genehmigen muss?

00:06:58: Dass man da den Interessen des Naturschutzes, des Klimaschutzus Gehör geschenkt hat oder war gegenüber dem Gasunternehmen, gegenüber dem Unternehmen Wandaia ist doch weiter offen und gespitzt.

00:07:12: Also hattest du das Gefühl es war ein Verfahren was wirklich für einen fairen Interessenausgleich gesorgt hat.

00:07:18: oder hat da die Politik im Grunde schon entschieden gehabt?

00:07:21: Was sie will nämlich diese Gasborungen ermöglichen.

00:07:25: Also dieser ganze Prozess hat mich tatsächlich selbst immer wieder sehr überrascht.

00:07:30: Vor allem eben in dem Aspekt, wie eng die niedersächsische Regierung teilweise mit Wondayas zusammengearbeitet hat.

00:07:39: Es gibt ja einige Briefe, die wir auch in der Zwischenzeit gelegt haben Über die wir nur durch Anfragen herangekommen sind Die ansonsten niemals die Öffentlichkeit gesehen hätten Wo der CEO von Wondaya ist den niedersechsigen Ministerpräsidenten explizit danach fragt, diese Genehmigung zu erteilen und auch wo wenn zum Beispiel das Stromkabel...

00:08:00: Woher weißt denn du was in diesen Briefen steht?

00:08:02: Kannst du es mal erklären.

00:08:03: Wie kommt man an solche Schreiben ran?

00:08:04: Ja also das ist wirklich ein sehr interessanter Vorgang Denn man muss ja oft nach Sachen fragen von denen man teilweise gar nicht weiß dass sie existieren wie zum Beispiel diese Briefe.

00:08:14: Also kann man als Umweltverband aber das kann man auch als Privatperson sogenannte Umweltinformationsanfragen stellen Anbehörden Denn die Behörden sind natürlich letztendlich auch dem deutschen Staat und damit eben auch dem Wähler verpflichtet, Auskunft zu geben.

00:08:32: Und das müssen sie dann eben machen.

00:08:34: Das heißt, man stellt eine Anfrage wie war der Kontakt?

00:08:37: Wie häufig gibt es Protokolle von diesen Treffen zwischen Ministerpräsident und Wunderers oder zwischen der Behörde und Wanderers?

00:08:44: Dann bekommen wir natürlich teilweise diese Priefe.

00:08:47: aber in derselben Anfrage wurden uns auch einige Treffen aufgelistet die die niedersächsische Regierung oder die Behörden mit Wunderer hatte.

00:08:57: Als wir dann aber zum Beispiel nach den Protokollen von den Treffen gefragt haben, was ich z.B.

00:09:01: aus vorigen Anfragen auch weiß, dass normalerweise Protokolle von solchen Treffen angefertigt werden, die konnte man nicht übermitteln.

00:09:09: Da wurde gesagt, die haben wir nicht und das ist natürlich der interessante Aspekt.

00:09:16: Dann bekommt man das ... überhaupt verschriftlicht wurde.

00:09:20: Und das sind dann diese Briefe, dann hat der Niedersächsische Ministerpräsident aber auch einen Brief an Karsten Schneider den Deutschen Umweltminister geschickt um darum zu bitten deutsche Gesetzgebungen sozumachen dass sie freundlich ist gegenüber diesem niederländischen Konzern.

00:09:38: Das heißt man kann aus meiner Sicht schon sagen Dass dieser nieder ländliche Konzert es geschafft hat die niedersächsische Regierung so weit zu instrumentalisieren, dass sie eins-zu-eins deren Interessen vertritt.

00:10:01: Das scheint ja richtige Detektivarbeit zu sein – das hast du ja so geschildert und es zeigt ja auch wenn man da mal genauer nachschaut und nachfragt und Einblick in den Schriftwechsel gewinnt, dass es hier eine sehr enge Verknüpfung zwischen Wirtschaft und Politik gibt.

00:10:16: Und jetzt ist es aber so, das kann man nicht beklagen.

00:10:20: Die deutsche Umwelthilfe ist ja dafür bekannt, dass sie nicht nur klagt und auch verklagt.

00:10:25: Und deswegen haben wir uns hier auch vorgenommen dieses Projekt auf dem juristischen Weg zu stoppen weil wir einfach gesagt haben Wir wollen keine Gasbohrung die das Klima und die Natur der Nordsee zerstört.

00:10:36: Jetzt ist es ein länderübergreifendes Projekt.

00:10:39: Das heißt wir haben sowohl in den Niederlanden geklagt zusammen mit Partnern als auch Deutschland geklagt, jetzt auch in enger Zusammenarbeit mit Fridays for Future.

00:10:49: Mit der Insel Borkum können wir vielleicht auch nachher noch mal besprechen wie das auf die Insel ankommt.

00:10:54: kleiner Spoiler nicht so gut.

00:10:57: und auch mit regionalen Verbänden zum Beispiel den Bund verummelt.

00:11:00: und Naturschutz in Niedersachsen.

00:11:02: Und kannst du uns einfach mal sagen der Stand der Rechtsverfahren?

00:11:05: wo stehen wir denn da?

00:11:06: können wir dieses Vorhaben noch auf dem Rechtsweg verhindern?

00:11:10: Also Der Rechtsweg gegen diese Gasburungen war eigentlich von Anfang an relativ erfolgreich.

00:11:17: Schon, ich glaube, im Jahr ist es in den letzten Jahren, dass wir ein Alpha-Fahren gewonnen haben gegen die Gasburgen auf der niederländischen Seite.

00:11:25: Da musste dann erst mal die Installation der Plattform gestoppt werden und dann haben wir im Jahr im Jahr in den Niederlanden die erste Instanz gewonnen.

00:11:35: Und dann haben wir über ein Jahr den Bau des Kabels, der eben mit der Zerstörung des Riffs vor Borkums einher ging verhindern können.

00:11:46: Am Ende wurde das Kabel gebaut und jetzt ist es so dass wir noch die Bergrechtliche Genehmigung in den Niederlanden verhandeln.

00:11:55: In Deutschland hatten wir im April eine Anhörung, da haben wir es leider nicht geschafft das Gericht davon zu überzeugen dass so eine Gasbührung die auch mit wirklich den krassesten Umweltauswirkungen anhergeht wie zum Beispiel fünfzehnmal so viel kwechselbar wieder grenzwert erlaubt dort eingeleitet wird dass diese Auswirkungen nicht im deutschen Genehmigungsverfahren geprüft werden mussten.

00:12:21: Das ist natürlich ein herber Rückschlag gewesen, aber das Gute ist, dass eben die niederländliche Genehmigung das komplette Projekt umfasst.

00:12:30: alle Umweltauswirkungen, auch die wir jetzt in Deutschland nicht gelten machen konnten.

00:12:34: Und da haben wir ja wie gesagt die erste Instanz gewonnen und die zweite Instanz.

00:12:39: Da haben wir dieses Jahr voraussichtlich noch eine Verhandlung und da sind wir natürlich sehr zuversichtlich dass wir das dann auch stoppen können.

00:12:46: Du sagst es ja, dass bei den Gerichtsverfahren in Deutschland ganz viele Faktoren, die eigentlich wichtig wären wenn man entscheidet ist so ne Anlage?

00:12:54: Ist so ne Gasburgenfahrt Einbar mit den Schutzzielen eines Nationalparks, mit dem Schutz der Meeresumwelt.

00:13:01: Da wurden ja ganz viele Faktoren überhaupt nicht berücksichtigt.

00:13:04: also angefangen natürlich mit der Frage was heißt es für das Klima aber auch mit der frage was bedeutet es für bedrohte Arten?

00:13:11: Was bedeutet das für den Schweinswahl unserer einzige einheimische Wahlart.

00:13:15: Was bedeutet das für Steinriffe?

00:13:17: Du hattest ja vorhin schon gesagt, Steinrifte gibt es ganz selten.

00:13:21: viele Menschen wissen gar nicht dass es Riffe gibt in der Nordsee.

00:13:24: Gibt es aber auch mit einer unglaublichen Artenvielfalt und dazu kommt natürlich die Verschmutzung, die mit solchen Anlagen einhergeht.

00:13:30: zum Beispiel die Einleitung von Quäcksel.

00:13:32: bei jeder weiß Quäcksil war es giftig ist natürlich auch für Meerestier giftig landet übrigens dann auch bei uns wenn wir Fisch essen.

00:13:38: also gesund ist das alles nicht.

00:13:40: deswegen setzen wir jetzt nachdem in Deutschland diese wichtigen Faktoren überhaupt nicht berücksichtigt worden sind, vor allem auf das Verfahren in den Niederlanden.

00:13:48: Wo wir ja in der ersten Instanz auch gewonnen haben und wenn wir jetzt im Hauptverfahren, im endgültigen Verfahren auch gewinnen dann wird diese Plattform gestoppt.

00:13:57: Und es ist natürlich auch deswegen wichtig weil das Unternehmen Wandaia ist ja nicht nur eine Gasbohrplattform plant sondern eben mehrere da ist.

00:14:06: wirklich über die nächsten Jahrzehnte soll hier die Nordsee zu einem Gas Bohrgebiet entwickelt werden und deswegen ist es so wichtig, dass man diesen ersten Schritt eben stoppt.

00:14:17: Und deswegen werden wir da auch dran bleiben, also für Sie die uns zuhören viele von Ihnen unterstützen uns ja auch.

00:14:23: Also diese juristischen Verfahren sind wirklich ganz wichtig und da freuen wir uns auch über die Fehlunterstützung, die wir von Ihnen allen bekommen.

00:14:32: Jetzt haben wir aber viel erzählt über die politische Geschichte, über die Verstrickungen, Politik, Wirtschaft – auch über den rechtlichen Verfahren.

00:14:41: Aber lass uns doch mal auf die Insel schauen!

00:14:43: Wir waren jetzt Beide mehrfach auf Borkum zum Beispiel im letzten Sommer.

00:14:48: Und wie kommt denn so was an?

00:14:50: Vielleicht kannst du einfach mal beschreiben, versuch doch mal ein paar Stimmen von der Insel hier so höherbar zu machen.

00:14:56: also wie finden das die Leute dass man ihnen vor die Nase dieses Ding baut?

00:15:00: Die Leute vor Ort sind natürlich ebenfalls entsetzt von diesen Plänen, denn die leben ja das was dort eigentlich geschützt werden sollte.

00:15:09: Das UNESCO Weltnaturerbe der Nationalpark das niedersächsische Wattenmeer.

00:15:15: Dort sind einige Sachen verboten.

00:15:17: teilweise darf man eben die Dünen nicht betreten gewisse Strandabschnitte nicht besuchen all das eben um den Nationalpark zu schützen.

00:15:26: Und da stößt die Tatsache, dass jetzt aber nur wenige Kilometer von der Insel entfernt nach Gas gebohrt werden darf, wo Methan aus Trittkäcksel eingeleitet wird, Blei eingeleitet wird, massiver unter Wasserlärm stattfindet, dass sowas was den National Park ja wirklich sehr stark gefährdet dann erlaubt wird.

00:15:50: und deshalb sind wir auch froh ... die Insel an unserer Seite zu wissen.

00:15:55: Wir haben dort die Stadt Borkum, die wirklich auch mit uns in den Niederlanden gegen die Gasburungen klagt, die auch in Deutschland gegen diese Gasburgen geklagt haben, mit denen wir eng zusammenarbeiten.

00:16:06: und dann haben wir natürlich die Bürgerinitiative Saubere Luftost-Friestland die uns auch tatkräftig zur Seite steht mit Klang, aber auch Fachexpertise von vor Ort.

00:16:18: Denn wir sitzen hier in Berlin und es ist ja ganz wichtig ... mit den Leuten vor Ort handeln, die natürlich noch mal ganz genau wissen was es dort für Arten geht.

00:16:29: Was dort auf dem Spiel steht wenn da Eier von Vögel mitwechselbar jetzt schon belastet sind?

00:16:34: Wenn dort die M-Smündung jetzt schon extrem industrialisiert ist wogegen sich diese Bürgerinzertiebe dann auch einsetzt und da

00:16:43: kann

00:16:43: man sagen, dass die Insel da geschlossen gegen diese Gasbohrungen steht.

00:16:47: Wir haben auch bei dem Klimakamp auf Borkum letzten Sommer wirklich eine tolle Unterstützung erfahren von den Leuten, die dort vorbeigekommen sind für Gespräche.

00:16:58: und dann gab es auch Situationen wo Leute vielleicht etwas skeptisch erst waren gegenüber diesen Aktivistie die dort auf die Insell kommen aber dann ganz schnell gemerkt haben das ist einfach nur darum geht den Lebensraum, der dort eben noch intakt ist.

00:17:14: Diese tolle Natur die es dort gibt zu schützen und da waren sich wirklich alle einig.

00:17:21: Das kann ich auch wirklich bestätigen.

00:17:22: Ich war jetzt auch ein paar mal da unter anderem im letzten Sommer.

00:17:25: Da war diese große Demonstration, da war ja ein mehrtägiges Klimakamp.

00:17:29: das war ja wirklich ganz fantastisch.

00:17:31: man ist ja willkommen geheißen worden.

00:17:33: schon beim Frühstück haben die Leute im Hotel gesagt Ganz viel Erfolg.

00:17:37: Wir waren beim Bürgermeister, aber es war dann auch so wenn man so durch die kleine Stadt ging, also eine Kleinstadt.

00:17:45: Die Leute haben applaudiert sind teilweise mitgelaufen es war dann auch am Strand zu.

00:17:51: die Touristen wir hatten ja so ein bisschen Sorge da kommen jetzt an mit so einer Demonstration.

00:17:55: das möchte jetzt keiner hören.

00:17:56: die Leute sitzen in ihrem Liegestuhl trinken ihren Apparol Spritz und wollen die Sonne genießen und wollen jetzt keine Klimaaktivisten mit Transparenzen sehen stimmte aber nicht.

00:18:04: die Leute sind wirklich auf einen zugekommen haben Fotos gemacht also nicht nur aus Sensationslos teilweise die Reden gefilmt werden das dann auch weitererzählen.

00:18:12: und insofern für mich war es jetzt auch gelebte Demokratie, man hat hier gesehen dieser friedliche Protest einer ganzen Insel die eben sagte wir sehen für uns eine andere Zukunft.

00:18:24: Das ist die Zukunft die wir nicht wollen.

00:18:26: aber wir haben auch ne Vorstellung von unserer Zukunft eben diese naturnahe Wirtschaft, die naturnahr Entwicklung des Tourismus Und auch der Wirtschaft sonst auf dieser Insel.

00:18:38: Das ist eigentlich ein Modell, so wie Demokratie funktionieren sollte.

00:18:43: und deswegen ist es natürlich auch so dramatisch wenn man hier über die Interessen der Menschen, die dort Leben hinweggeht und sagt nein das wird jetzt in Hannover entschieden, dass wir jetzt in Berlin entschieden und man geht jetzt dann einfach ohne Rücksicht auf Verluste über die Interessen der Menschen hinweg.

00:19:01: Das ist auch etwas, was natürlich zum Vertrauensverlust von Demokratie beiträgt.

00:19:07: Wir haben das ja in anderen Fällen erlebt z.B.

00:19:10: auf Rügen mit dem Bau des Flüssiggas-Terminals dort wo auch die ganze Insel gesagt hat Das wollen wir nicht, das Ding.

00:19:17: Und man aber trotzdem gesagt hat, nee, das habt ihr nicht zu entscheiden?

00:19:21: Das wird woanders entschieden, wird gemacht!

00:19:24: Das nächste Wahlergebnis war ein sehr unerfreuliches.

00:19:26: aus dieser wunderschönen grünen Insel wurde, sagen wir mal politisch gesehen eine blaue Insel und das will man jetzt nicht unbedingt an anderen Teilen der Republik haben.

00:19:34: Und insofern zeigt auch so ein bisschen den Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Demokratie.

00:19:39: Das hat da jetzt nicht funktioniert.

00:19:41: Aber die Leute geben nicht auf oder?

00:19:43: Ja genau also sind wirklich da ganz eindeutig in ihrer Position.

00:19:48: Es war auch fand ich richtig schön auf Bock um immer wieder zu sehen, teilweise läuft man an den Häusern vorbei und es stehen diese Protestschilder einfach im Fenster.

00:19:57: also der Protest ist da der ist sichtbar und die Leute geben da auch nicht auf denn es steht ja noch viel mehr auf dem Spiel hat jetzt angefangen mit dieser einen Plattform.

00:20:08: aber von daher es hat natürlich vor die ganze Nordsee in diesem Bereich mit Boarplattformen zuzupflastern und eben auch noch stärker an die Naturschutzgebiete heranzugehen, unter denen zu bohren.

00:20:22: Und das lässt die Leute natürlich da auch nicht kalt, denn die sind ja die, die dann auch diese Natur dort bewahren wollen, die teilweise von diesem Tourismus leben.

00:20:33: Und da ist es sehr wichtig, dass dort der Widerstand aufrecht erhalten wird.

00:20:38: Denn Jetzt zwar eine Plattform da, aber trotzdem gibt es noch so viel zu gewinnen dort bei dieser Insel.

00:20:47: Was wirklich ein toller Kampf ist den man einfach weiterführen muss.

00:20:53: Ich bin Julian Schwarzkopf.

00:20:54: ich arbeite im Fachbereich Energie und Klimaschutz Bei der deutschen Umwelthilfe.

00:20:57: dort

00:20:58: leide ich das Team Gasausstieg.

00:21:00: was mir

00:21:01: besonders

00:21:01: an der

00:21:02: Arbeit bei der Umweltheilfe gefällt

00:21:04: ist dass die DOH ein wahnsinnig spannender Arbeitsplatz ist.

00:21:07: Dieser Arbeit als unabhängiger

00:21:09: und oft

00:21:09: auch unbequemer Umweltverband wäre ohne große Gespenden natürlich gar nicht möglich.

00:21:14: Insofern will ich hier auch mal Danke sagen an alle,

00:21:16: die uns bereits unterstützen!

00:21:18: Wir haben jetzt ganz viel darüber geredet was die Nordsee, was vor allem der Nationalpark des Weltnaturer bewarten mehr für eine einmalige Region ist Arten.

00:21:30: Die ganz, ganz wenige Menschen kennen.

00:21:32: überraschenderweise ist der Schweinswahl.

00:21:34: Der Schweinswald ist unser einziger heimischer Wahl übrigens nicht wie der Wahl Timmy oder Hope ein Buckelwahl, der hier zu Gast war und über den wollen wir nicht reden aber er hat doch gezeigt dass wir allen ein ganz enges Verhältnis zu Wahlen haben.

00:21:48: Der Schwanzwald ist ein recht kleiner wahl auch so ungefähr die Größe von einem Delfin und ist in Nord- und Ostsee heimisch.

00:21:55: aber es bedroht und ist für uns ja so ein bisschen auch das Symbol auch Schweinsfallpartenschaften, also werden Sie Schweinswahl-Partien oder Schweinsvall-Parte schauen sie auf unserer Webseite nach.

00:22:05: Aber Clara du bist ja ein riesen Schweinswall-Fan warum?

00:22:09: Also als ich gesehen habe, dass es diese Schweinswale vor Bockung gibt und die diesen besonderen Schutz auch verdienen.

00:22:17: Da hab' ich natürlich in unserem gesamten Gerichtsverfahren immer darauf geachtet, dass die Schweinsweile hier besonders geschützt werden und besondere Schutz bekommen und dieser eingehalten wird.

00:22:29: Denn das ist zum Beispiel so, dass Schallgrenzwerte in Deutschland stärker sind als in den Niederlanden – weshalb wir eben auch in Deutschland dafür geklagt haben -, der Schweinswahl hier auch geschützt wird, obwohl die Bohrplattform in den Niederlanden steht.

00:22:44: Aber Schweinsweile kommunizieren über Schall und sie suchen auch ihre Nahrung überschall.

00:22:50: Und wenn dort eine große Bohr-Plattform gebaut wird mit massiven Unterwasserlärm dann kann man sich vorstellen dass das große Probleme bei den Schweinswahlen auslöst.

00:23:02: Die Kälber können von ihrer Mutter getrennt werden, teilweise habe ich auch gelesen dass die Schweinsweine bei solchen hohen Schallemissionen die Trommelfälle platzen können.

00:23:12: das ist wirklich sehr verheerend und gerade weil der Schweinswal die einzige deutsche heimische Wahlart ist finde ich dass dieser ganz doll geschützt werden muss Einfach einzigartig in Deutschland ist und wir das natürlich beschützen müssen, denn wenn der Schweinswahl jetzt sagt okay hier ist es uns zu laut.

00:23:36: Wir gehen jetzt aus Deutschland weg dann werden sich erstens Bestände durch den Lärm dezimieren und dann ist es aber auch so dass diese Art dann in Deutschland auch aussterben kann.

00:23:47: und das ist mir in diesem ganzen Verfahren ein Anliegen, dass diese Arten, die dort heimlich sind auch zum Beispiel die Robben diesen Schutz erfahren der ihnen gesetzlich zusteht und denen einen einzelnen niederländischen Konzern einfach überschreiben möchte mit Boa-Plattform Ong Mas.

00:24:12: Du hast es gesagt Herr Schweinsfallner?

00:24:13: Die Art, die wirklich unsere einzige einheimische Wahlart.

00:24:17: Es gibt dazu die Kegelrobben, es gibt den Seehund, ganz viele Seevögel und natürlich auch weniger bekannte unspektakuläre Arten, die zum Beispiel den Steinriffen leben.

00:24:28: Und diese wirklich einmaligen Natur, das Weltnaturerbe Wattenmeer hat diesen Weltnatuerbestatus ja nicht umsonst bekommen.

00:24:36: Sondern weil es wirklich auch was Besonderes ist.

00:24:38: Das ist ein besonderer Ort auf dieser Erde und diesen Ort den sollten wir schützen erhaltenen, sollten wir respektieren und nichts zerstören.

00:24:55: Jetzt haben wir darüber gesprochen warum das ein Problem ist Aus Klimaschutzsicht, aus Naturschutzssicht.

00:25:02: Warum die Menschen das jetzt auch nicht wollen.

00:25:05: und jetzt hören wir hier aber in ganz vielen Gesprächen dass man sagt ja es ist nicht schön aber was bleibt uns anderes übrig?

00:25:13: Wir wollen des Gas vom Putti nicht mehr.

00:25:15: Wir wollen das Gas zum Jump eigentlich auch nicht, wir sehen jetzt auch das Gas aus Katar.

00:25:22: Das kommt vielleicht die auch nicht bei uns an und da ist es dann doch besser wenn wir im eigenen Land so lange wir noch Gas verbrauchen und jetzt brauchen wir's halt noch das Gas selber fördern indem wir Fracking, indem wir nach Gas in der Nordsee bohren.

00:25:37: Und das ist doch im Zweifelsfall besser und dann wird ja oft auch noch dazu gesagt Dann ist es ja wahrscheinlich auch noch umweltfreundlicher weil's mit deutscher Technik gemacht wird.

00:25:45: ob das jetzt immer so stimmt dass die umwelt freundlicher ist als die in anderen Ländern sei mal da hergestellt.

00:25:49: aber man hört ganz oft So des Argument Ja Ist nicht schön Aber Die Alternativen sind noch schlimmer.

00:25:56: also ist es das kleinste übel und das müssen wir jetzt halt machen.

00:26:00: Das sagt zum Beispiel Bundeswirtschaftsministerin, ja besser Gas aus Deutschland als wir müssen es importieren aus zweifelhaften Ländern.

00:26:08: Was sagst du denn dazu?

00:26:09: Ja also diese Argumentationslogik verkennt natürlich dass wir prinzipiell aus Gas aussteigen müssen Und, dass wir als Deutschland auch schon die ... Wir müssen die Klimakrise bekämpfen und die Erdüberhitzung stoppen.

00:26:26: Dazu gehört eben nicht neue fossile Energieträger zu fördern, sei es jetzt Kohle aus der wir zu Glück ausgestiegen sind aber dann ist nicht die Lösung einfach einen anderen fossilen Energietrager diesen Mal Gas zu förderen.

00:26:38: das macht's auch nicht umweltfreundlicher auch wenn Wondias das gerne hätte.

00:26:43: Es ist einfach so dass wir aus dem Gas aussteigen müssen.

00:26:47: Und dazu kommt noch, dass Deutschland schon viele Langzeitlieferverträge für Gas abgeschlossen hat.

00:26:56: Analysen zufolge wird es im Jahr two-thausenddreißig schon ein Überangebot an Gas auf den europäischen Markt geben und da brauchen wir natürlich nicht noch weitere Gasfelder die auch noch direkt unter deutschen Naturschutzgebieten liegen.

00:27:13: Denn der Bock um ein Bürgermeister hat beispielsweise eben erzählt, Leute werfen uns immer vor dass das hier eine Not-in-my-Bakeyard Position wäre.

00:27:21: aber unser Bakeyard ist einfach das UNESCO Weltnaturerbe und das muss ihm geschützt werden.

00:27:30: auch kein einziges neues Gasfeld mehr eröffnet werden.

00:27:33: Es gab ja auch vor ein paar Jahren mal eine dieser großen UN-Klimakonferenzen, das war damals in Glasgow, in Schottland und da hat sich ja unter anderem die Bundesregierung dazu verpflichtet und gesagt keine neuen Öl- und Gasbohrungen mehr weltweit.

00:27:48: also man hatte damals vor allem natürlich den Appell gerichtet an ich sag mal Länder in Afrika Asien und gesagt ja ihr müsst jetzt einfach mal aufhören wenn wir langfristig klimaneutral werden sollen neue öl-und gasfelder aufzuschließen.

00:28:02: also die alten schlimm genug aber jetzt bitte nicht mehr neu bohren damit es alles meine ende hat.

00:28:07: Und das gilt aber jetzt natürlich nicht nur für den Senegal oder für Angola, sondern auch für das eigene land.

00:28:17: man muss sich da an den maßstäben die man damals selber gesetzt hat Halten.

00:28:21: und wie du es ja erklärt hast, wir sind mit Gas eigentlich angesichts dessen dass der Verbrauch ja sinkt.

00:28:29: Und idealerweise er noch schneller sinken sollte.

00:28:32: Wir sind eigentlich gut versorgt.

00:28:34: Wir haben langfristige Lieferverträge.

00:28:36: Wir habe das was wir aus Russland bekommen mal inzwischen auch gut ersetzt.

00:28:41: Insofern gibt es jetzt keine Versorgungsprobleme und deswegen gibt es eigentlich auch keinen ökonomischen Anlass dass wir jetzt das Weltnaturerbe Wattenmeer diesem fossilen Warn opfern.

00:29:02: Jetzt haben wir hier erzählt, was macht die Politik?

00:29:05: Was kann man juristisch tun?

00:29:07: Wie stellt sich das alles energiewirtschaftlich da?

00:29:09: was können denn unsere Hörerinnen und Hörern tun?

00:29:12: also wo kann man sich engagieren?

00:29:14: Da gibt es zum ersten Mal die Unterstützung von unserer Arbeit.

00:29:19: Alle können unsere Meeresschutz-Pedition unterschreiben und auch der Bundesregierung zeigen, dass es eben Leute in Deutschland gibt, die sich dagegen stellen.

00:29:27: und diese Masse immer größer wird kann man sich natürlich auch gegen Gasburgungen in ganz Deutschland wehren.

00:29:36: Das haben wir jetzt erst mit Borkum gesehen, es wird jetzt aber auch weitere Gasprojekte geben die schon angekündigt wurden und Gas wurde in Deutschland generell schon seit langer Zeit gefördert nur nicht in der Nordsee was jetzt noch mal besonders schlimm ist.

00:29:53: Aber prinzipiell gibt es diese Projekte und an Land sind sie auch sehr schlimm.

00:29:57: da werden diese Chemikalien ja teilweise direkt in den Boden eingeleitet und dann kommt es zur Grundwasserbelastungen.

00:30:04: Und hier denke ich, kann sich wirklich jeder engagieren was bei den Leuten zu Hause passiert und einfach loslegen.

00:30:14: Sich in diese Genehmigungsverfahren teilweise vielleicht mal reinzufuchsen kann ich jedem empfehlen denn auch die Bürgerinitiative ohne die Vorborkum hätten wir das niemals so gut schaffen können.

00:30:27: Die Leute sollen auch zum nächsten Klimastreik gehen, demonstrieren und einfach dieser Bundesregierung zeigen.

00:30:34: Dass diese Gasexpansionsstrategie die aktuell gefahren wird vom Bundeswirtschaftsministerium einfach in keiner Weise der deutschen Bevölkerung zugutekommt und auch nicht in deren Interesse steht.

00:30:47: denn wir müssen nun mal aus Gas aussteigen um die Klimaziele einzuhalten und wir brauchen Gas auch nicht.

00:30:54: Denn wenn wir langfristige Versorgungssicherheit haben wollen zur Energieversorgung, dann ist Gas auf jeden Fall nicht die Lösung wie ja auch die aktuelle Krise um den Ölpreiskrane zeigt.

00:31:05: Du hast es ja schon gesagt das wird in Deutschland seit vielen Jahrzehnten nach Gas gebohrt.

00:31:09: Das sind jetzt einige Prozent des Verbrauchs aber immerhin zum Beispiel das Unternehmen Exxon Mobile ein großes amerikanisches Unternehmen Fördert viel Gas vor allem in Niedersachsen.

00:31:21: Dort gibt es eben auch Pläne über unconventionalist Fracking, eine besonders wasserschädlichen Grundwasserschädliche Methode die Fördermenge noch auszuweiten.

00:31:30: aber es gibt eben auch neue Förderprojekte zum Beispiel in Reichelingen, Oberbayern und Baden-Württemberg Vor Borkum und jetzt eben auch grenzüberschreitend an der deutsch-polnischen Grenze in der Ostsee vor Usedom.

00:31:43: Das heißt, überall wird nach Gas gebohrt und es gibt aber natürlich die Pläne für neue Importterminals für Flüssigkeit, für neue Gaskraftwerke.

00:31:51: also es wird wirklich ganz ganz viele hier in die falsche Infrastruktur investiert eben keine klimafreundliche Infrastruktur.

00:31:58: Und dort überall an diesen entsprechenden Orten gibt es genehmigungsverfahren.

00:32:01: da kann man nur alle auf fordern sich zu engagieren In Bürgerinitiativen sich an diesen Verfahren zu beteiligen.

00:32:09: und im Zerrisfall, das werden auch sicher wir als deutsche Umwelthilfe weitermachen.

00:32:13: Auch dann dort wo es möglich ist rechtlich weiter.

00:32:17: vorzugehen.

00:32:19: Und insofern würden wir uns sehr, sehr freuen wenn dieser Podcast Sie jetzt davon überzeugt hat sich auch weiter zu engagieren und diese fossile Gaswelle zu stoppen die hier über Deutschland kommt.

00:32:32: Schauen sie auf unserer Webseite schauen sie nach der Petition.

00:32:36: Sie können die Meeresschutzpetition unterschreiben als ersten Schritt unsere Unterstützung.

00:32:39: Wir informieren regelmäßig über soziale Medien unseren Newsletter Denn können Sie abonnieren, folgen uns unserem Podcast.

00:32:47: Insofern, Clara, ganz herzlichen Dank.

00:32:51: war sicher nicht unser letztes Gespräch zu diesem Thema, also der Kampf gegen das fossile Gas wird uns weiter erhalten bleiben.

00:32:58: Danke für das Gespräch und dann Sie alle bis zum nächsten Mal!